Zum Stand des Hochwasserschutzes an der Chise

Aus Anlass der öffentlichen Auflage der beiden Wasserbaupläne Konolfingen und Kiesen, wurde eine kurze Übersicht über den Stand der Abklärungen erstellt. Diese Zusammenfassung möge der interessierten Öffentlichkeit dienen, sich einen Überblick über Ziele, Planungsstand und nächste Schritte des Hochwasserschutzes im Tal der Chise zu verschaffen.

Stand des Hochwasserschutzes an der Chise

Der wichtigste Zweck für die Gründung des Wasserbauverbandes Chisebach Ende 2007 waren die Hochwasserschutzmassnahmen, wie sie im Hochwasserschutzkonzept (HWSK) Chise von 2003 festgelegt und von den Gemeinderäten in sämtlichen Verbandsgemeinden im 2004 genehmigt wurden. Bestandteile des HWSK Chise von 2003 sind:

  • der Rückhalteraum Groggenmoos (östlich von Zäziwil)
  • der Rückhalteraum Hünigenmoos (Mirchel, Niederhünigen und Konolfingen)
  • die Hochwasserschutzmassnahmen in Konolfingen
  • die Hochwasserschutzmassnahmen in Kiesen (inkl. Herbligen und Oppligen)

Wasserbauplan Chise (Kiesen, Herbligen und Oppligen)

In der Gemeinde Herbligen beginnen die Bauarbeiten am 24. September 2026. Bis ungefähr Juni 2027 wird das Flussbett leicht verbreitert, die Flusssohle abgesenkt und die grossen Betonsperren entfernt, so dass der Hochwasserschutz in Zukunft auch bei grossen Wassermengen gewährleistet ist.

Der Trampfelpfad entlang der Chise wird um ca. einen halben Meter landeinwärts verschoben und wird künftig nicht mehr über den Scheideggerhof erschlossen. Als Teil des Hochwasserschutzprojekts soll auch die sogenannte Längsvernetzung gewährleistet werden. Das bedeutet, Fische und andere Lebewesen sollen sich im und am Fluss ohne Hindernisse frei flussauf- und abwärts bewegen können. Für die Umsetzung der Massnahmen wurden bereits Bäume entlang der Chise gefällt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Böschung wieder mit ortsheimischen Pflanzen und Bäumen bepflanzt.

Genehmigte Pläne

Bauprogramm Herbligen

Wasserbauplan Konolfingen

Der Wasserbauplan Konolfingen startet mit der Etappe 1 (insgesamt 4 Etappen) am Gwärbkanal. Zwischen dem 24. September 2026 und Ende Februar 2027 wird der bestehende Damm am Gwärbkanal ausgebaut und mit einer neuen Sammelleitung für Regenwasser versehen. Die Regensammelleitung leitet das gesammelte Regenwasser und leitet es weiter unten in den Kanal, um die Rückstauproblematik entlang des Kanalwegs für die betroffenen Gebäude nachhaltig zu beheben.

Genehmigte Pläne

Bauprogramm Gwärbkanal

Wasserbauplan Mühlebach

Projektierung
Schmalz Ingenieure AG (2005 – 2011)

Auflage
März 2011

Baubewilligung
19. Juni 2012
Das Projekt wurde vor der Gründung des Wasserbauverbandes Chisebach durch die Gemeinde Mirchel in Auftrag gegeben und zur Genehmigung dem Tiefbauamt eingereicht.

Kreditbewilligung
Am 14.11.2011 hat der Wasserbauverband Chisebach beschlossen, dass ein Teil des Projektes des Mühlebaches (vom Sammler Pfändle bis zum Einfluss in die Chise) Bestandteil des HWSK Chise ist.
1.35 Mio. CHF (Abgeordnetenversammlung vom 13.6.2013)
Nach dem Referendum gegen den Kredit zum Projekt Hünigenmoos entscheidet der Vorstand am 15.8.2015, dass alle Projekte mit einem Zusammenhang zu diesem Projekt bis zur rechtskräftigen Bewilligung von Projekt und Kredit (für sämtliche Projekte) sistiert werden.